Historisches: Orchester-Geschichte

Das Konzertina- und Bandonion-Orchester Chemnitz - gegründet 1890 - entstand durch den freiwilligen Zusammenschluß 1964 zweier Orchester und durch weitere Musikfreunde aus dem Stadt- und Landkreis Chemnitz

Der Chemnitzer Stadtmusiker und Klarinettist Carl Friedrich Uhlig baute und spielte 1834 das erste vollwertige Balginstrument, die 56-wechseltönige Konzertina. Heinrich Band entwickelte danach um 1856 in Krefeld sein Bandonion.

Bereits um 1864 entstand durch die Konzertina- und Bandonionfabrikation der Firmen Ernst und Alfred Arnold in Carlsfeld/Erzgebirge eine schnelle Verbreitung guter, weiterentwickelter Instrumente. So wurden die Konzertina und das Bandonion zu den beliebtesten Volksinstrumenten in Deutschland. Von den 1930 registrierten 600 Orchestern gab es in unserer Stadt 20, darunter seit 1890 auch unsere Gründungsvereine Chemnitz-Hilbersdorf und Chemnitz-Borna. 1964 erfolgte der freiwillige Zusammenschluß.

Konzertina Klub Chemnitz 1930
Konzertina Klub Chemnitz 1930 1990


Das Konzertina- und Bandonion-Orchester Chemnitz bestand in der Vergangenheit aus der Konzertina- und Bandoniongruppe, der Streichergruppe, Bläsern sowie dem Rhythmus. Das KBO war Gründungsmitglied des Musikbundes Chemnitz e.V. (1992).
Langjährig leiteten die Musikfreunde Siegfried und Anneliese Jugel als Vorstand und Geschäftsführer sowie Heinz Kühne als Arrangeur und musikalischer Leiter die Geschicke unseres Orchesters.

KBO 1990
Konzertina- und Bandonionorchester Chemnitz 1990


Nach dem Tod von Siegfried Jugel 2005 und dem Ausscheiden von Heinz Kühne führten Stephan Penz als Vorstand und Geschäftsführer sowie Eberhard Zeisler als Arrangeur und musikalischer Leiter (mit Friedhold Götz als Vertreter) die Geschicke des Orchesters weiter.

KBO 2004
Konzertina- und Bandonionorchester Chemnitz 2004

Viele Jahre lang gelang es auch, die Tradition des "Musikantentreffens des Bandonions und der Konzertina" in aktualisierter Form fortzuführen.
Ebenfalls innerhalb des Orchesters gab es kleine Gruppen wie z.B. eine Tangobesetzung (siehe "Tangos bei den Chemnitzer Begegnungen 2007") sowie eine Konzertinagruppe, welche sich in engster Konzertina-Besetzung mit überwiegend traditionellem Repertoire präsentierte.